Den Oberliga-Damen des TSV Altenwalde ist am Samstag eine riesige Überraschung gelungen. Nachdem sie am Wochenende zuvor bereits beim Tabellendritten HSG Wilhelmshaven knapp dran vorbeigeschrammt sind, gelang ihnen an diesem Spieltag ein Sieg gegen den Tabellenführer BV Garrel.

Erneut traten die TSVerinnen mit nur elf Spielerinnen an, denn man musste auf Jana Pressentin, Sharon Holtz, Kathleen und Kira Görlitz verzichten. Doch umso motivierter gingen die TSVerinnen ins Spiel.

Die Abwehr war gut auf den Angriff des BV eingestellt. Sonderaugenmerk lag auf der großgewachsenen Rückraumspielerin Sarah Weiland, die mit 168 Toren mit großem Vorsprung die Torschützenliste der Oberliga anführt. Besonders Mareike Ewigleben war mit dieser Aufgabe betraut und erledigte diese sehr gut. Insgesamt stand die Abwehr der TSVerinnen vor einer erneut stark haltenden Carina Gans sehr diszipliniert und ließ vorerst nicht viel zu.

Dem Favoriten war anzumerken, dass er sich relativ schwer tat, ohne das gewohnte Harz am Ball zu agieren. So fehlte ihm im Angriff die gewohnte Durchschlagskraft und außer Sarah Weiland mochte kaum eine Spielerin Verantwortung übernehmen. Trotzdem legte der BV mit 0:1 im ersten Angriff vor.

Die TSVerinnen hingegen gingen aus der gut stehenden Abwehr selbstbewusst immer wieder in schnelle Angriffe. Mit Toren von Stefanie Steffens, die eine starke erste Hälfte spielte, Kim Ayleen Hannawald und zwei Treffern von Stefanie Bünger vom Siebenmeterpunkt ging der TSV Altenwalde mit 4:1 (7. Min.) in Führung.

Im Anschluss kam die gegnerische Weiland besser ins Spiel, markierte drei Treffer und der BV war auf 5:4 (10.) schnell wieder dran. Der Tabellenführer ließ sich nun vorerst nicht mehr abschütteln und blieb auf ein Tor in Schlagdistanz, machte beim 6:6 in der 13. Minute sogar den Ausgleich.

Doch die Altenwalderinnen ließen sich nicht beunruhigen. Ein Vier-Tore-Lauf durch Steffens, 2x Ewigleben und Bünger führten zu einer 10:6-Führung, welche den gegnerischen Trainer in der 16. Minute zu einer Auszeit zwang.

Doch der BV konnte den Spielstand nicht entscheidend verkürzen. Stattdessen vergrößerte Steffens beim 15:10 sogar den Vorsprung auf 5 Tore.

Die Schlussphase der ersten Hälfte wurde nun für die TSVerinnen noch ein wenig hektisch. Bünger erhielt eine Zwei-Minuten-Strafe und Weiland erzielte mit zwei verwandelten 7-Metern Treffer 6 und 7 ihrer insgesamt 12. Durch einen ebenfalls verwandelten Siebenmeter durch Bünger wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff konnten die Altenwalderinnen mit einer überraschend klaren, aber verdienten 16:12-Führung in die Pause gehen.

Nach der Pause wollte man genau da weitermachen. Die TSVerinnen merkten, dass sie den Sieg ein mehr wollten, als der Tabellenführer und wollten nicht nun nicht nachlassen.

So legte Hannawald, die auch in diesem Spiel in der Abwehr sowie im Angriff ein wichtiger Faktor für die tolle Teamleistung war, zum 17:12 auf. Obwohl Garrel nun in Unterzahl zwar auf 17:13 nachziehen konnte, erwarfen Lisa Brand, die es Steffens nach der Pause auf der Rechtsaußen-Position in der zweiten Hälfte nachtat, und Ewigleben eine Sechs-Tore-Führung zum 19:13 (38.).

Jetzt drehte der Favorit merklich auf. In der Abwehr wurden die TSVerinnen nun vor sehr viel schwerere Aufgaben gestellt und nach vorne erhöhte der Gast zusehends das Tempo. Resultat waren u.a. zwei knapp aufeinander folgende Zeitstrafen für Brand und Ewigleben. Wobei auch beim BV Weiland in dieser Zeitspanne ihre bereits zweite Zwei-Minuten-Strafe kassierte.

Im Angriff tat man sich nun zunehmend schwerer gegen die nun besser stehende Abwehr des BV Garrel und man kam nur selten in Abschlussposition.

Im Gegenzug holte der BV Tor um Tor auf und beim Stand von 19:17 nahm Trainerin Hinck ihre Auszeit um den Lauf des Gastes zu unterbrechen.

Im Anschluss hielt man den Favoriten weiterhin auf Abstand von einem bis zwei Toren. Doch dann schlief man innerhalb von zwei Minuten gleich drei Mal gegen die 17-Jährige Linkshänderin Lisa Noack und man lag in der 51. Minute 22:24 zurück. Lisa Brand glänzte nun zwei Mal in Folge doch Weiland, die in der zweiten Hälfte ihre Mannschaft immer wieder antrieb und Verantwortung übernahm, verhinderte den Ausgleich.

Beim Stand von 24:25 bekam Weiland in der 54. Minute die dritte Zeitstrafe und somit die Rote Karte. In Überzahl erzielte Verena Stolle den 25:25-Ausgleich.

Nun merkten die Altenwalderinnen, dass gegen den Tabellenführer ein Punktgewinn möglich ist. Ohne Weiland fehlte dem Tabellenführer nun der entscheidende Antrieb und der Zug zum Tor, wobei die TSVerinnen nun unbedingt punkten wollten.

Hannawald verwandelte jetzt einen Gegenstoß zur 26:25-Führung (75.) bevor der Gast seine Auszeit nahm.

Gewarnt durch vergangene Spiele rechneten die Altenwalderinnen nun mit einer Umstellung der Abwehr des Gastes und wollten sich nicht überraschen lassen. Trotz offener Manndeckung bewegten sich die Gastgeberinnen diesmal gut und selbstsicher und holten so einen Siebenmeter heraus, den Bünger erneut sicher verwandelte. Doch Garrel legte noch einmal zum 27:26 (58:50) Min. nach.

Nun hieß es für die Altenwalderinnen noch einmal Ruhe bewahren und die Uhr herunterspielen.

In der Manndeckung bewegten sie sich erneut gut ohne Ball und mit viel Zug zum Tor, was erneut auf einen Siebenmeter herauslief.

Mit dem Wissen im Hinterkopf, dass ein Punkt bereits gewonnen ist, verwandelte die nervenstarke Stefanie Bünger ihren achten (von acht) Siebenmeter zum umjubelten 28:26-Endstand.

Die Gäste kamen zwar noch einmal in Ballbesitz, konnten diesen aber nicht mehr zu einem Treffer nutzen.

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