Großer Jubel und doppelt so viel Erleichterung machte sich in der Franzenburger Sporthalle mit Abpfiff des Landesligaspiels der Damen des TSV Altenwalde gegen den TuS Komet Arsten breit. Die TSVerinnen feierten mit ehrlicher Freude ihre vierfache Torschützin Kira Döhring, die in allerletzer Sekunde den Sieg rettete, indem sie zum 26:25-Endstand traf.

Doch von Anfang an. Die TSVerinnen zeigten von Beginn an großen Respekt gegenüber den Damen von TuS Komet Arsten. Schließlich vergab man im Hinspiel nach einer komfortablen 11:17-Führung zur Halbzeit noch einen Punkt. Den einzigen Punkt, den man außer bei der Niederlage beim Tabellenführer und Meisterschaftsfavorit SV Werder Bremen 2 in dieser Saison überhaupt vergab. Dementsprechend verhalten liefen die Damen des TSVs auf.

Durch Lisa-Marie Brand und Kira Görlitz konnten sie zwar über die Außenpositionen gleich mit 2:0 in Führung gehen, doch zeigten sich im Abwehrverband immer wieder Schwächen in der Seitwärtsbewegung. Es wurde schlecht verschoben und einander zu verhalten geholfen. So fanden die Gäste immer wieder Lücken indem sie den Ball schnell weiterspielten. Beim 4:4 in der 12. Minute glich der TuS Komet Arsten dann zum ersten Mal aus und setzte sich im Anschluss sogar auf 6:8 ab (17.).

Die Altenwalderinnen ließen nun mehr und mehr die Köpfe hängen, doch die Einwechslung von Jana Pressentin und Kira Döhring brachte neuen Schwung ins Spiel. Mit Toren von beiden glich man erneut zum 8:8 aus. Im Anschluss kamen die Altenwalderinnen dann durch Kampf zurück ins Spiel. Drei Tore in Folge von Kim Ayleen Hannawald, Mareike Ewigleben und Jana Pressentin sorgten für eine 11:9 Führung, bevor der TuS Komet auf 11:9 verkürzen konnte.

Jetzt waren die TSVerinnen aber endlich im Spiel, standen besser in der Abwehr und erkämpften sich so immer wieder Ballgewinne. Über Tempospiel erspielte man sich in dieser Phase Selbstvertrauen und erneut durch Tore von Hannawald und Döhring eine 14:9-Führung.

Lisa-Marie Brand erzielte im Anschluss noch zwei blitzsaubere Tore von der Außenposition und die 16:11-Führung (29.) hätte man gerne mit in die Pause genommen. Doch schnell machten sich nun noch einmal Unsicherheiten breit. Die Gäste erzielten aus dem Positionsangriff noch ein zu einfaches Tor, anschließend vertendelten die Altenwalderinnen im Angriff den Ball und fingen sich 3 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff per Gegenstoß noch völlig unnötig den 16:13-Anschlusstreffer.

Die zweite Hälfte ähnelte dann der zweiten Hälfte aus dem Hinspiel erschreckend. Voller Kampfgeist verließen die Altenwalderinnen  die Kabine und wollten dieses Spiel auf keinen Fall mehr aus der Hand geben. In den folgenden zehn Minuten glänzte Stefanie Bünger vier Mal vom Siebenmeterpunkt und zusammen mit den Toren von Hannawald und Döhring erspielte man sich so einen klaren 23:18-Vorsprung in der 44. Minute.

Doch anstatt nun mit Selbstvertrauen und Souveränität diesen Sieg nach Hause zu bringen, schlichen sich wieder Fehler ein. Ähnlich wie im Hinspiel fehlte nun die nötige Abgeklärtheit und Zuordnung in der Abwehr. Im Angriff vergab man klare Torchancen und agierte unüberlegt.

Der Tabellenvierte fand seinen Kampfgeist zurück und verkürzte durch drei Tore in Folge auf 23:21, bevor Kathleen Görlitz von der Außenposition endlich den nächsten, wichtigen Treffer markieren konnte (53.).

Wie auch schon im Hinspiel schwächten sich die Altenwalderinnen nun in der Schlussphase durch eine Zweiminutenstrafe gegen Stefanie Bünger. Die Gäste verkürzten in dieser Zeit auf 24:23 und kamen nun den Altenwalderinnen wieder gefährlich nahe. Verena Stolle verwandelte einen Siebenmeter zum 25:23 und es blieb eine Restspielzeit von eineinhalb Minuten.

Im Gegenzug markierte die großgewachsene Mirja Kahle ihr fünftes Tor und eine Minute vor Abpfiff gingen die TSVerinnen mit einem Tor Führung in den Angriff. Dort agierte man nervös und anstatt den Angriff lange aus- und die Zeit herunterzuspielen, vertendelte man erneut durch einen Fehlpass den Ball. Bestraft wurde dies durch einen Gegenstoß des Tabellenvierten der nun zwanzig Sekunden vor Ende zum 25:25 ausglich. Doch die Altenwalderinnen gaben nicht auf. Torfrau Carina-Daniela Gans, die erneut eine starke Partie abgeliefert hatte, holte schnell den Ball aus dem Netz und Stefanie Bünger trieb noch einmal ihre Mannschaft an. Sekunden vor dem Abpfiff kam man noch einmal in eine aussichtsreiche Wurfposition, scheiterte jedoch an der gegnerischen Torfrau. Allerdings fiel der Abpraller genau in die Hände der jungen Kira Döhring, die diesen Ball in der letzten Sekunde von der Außenposition sehr abgeklärt und sicher verwandelte und somit den 26:25-Sieg der Altenwalderinnen sicherte.

Somit haben die TSVerinnen den nächsten Sieg geholt und ihren zweiten Tabellenplatz erneut mit zwei Punkten gesichert. Dadurch, dass der VfL Stade gegen den TSV Morsum verlor, wurden somit alle Verfolger weiterhin auf Abstand gehalten und man hat sich so einen schönen Vorsprung in der Tabelle erkämpft. In der kommenden Woche reist man mit der HSG Delmenhorst zu einem unbequemen Gegner, der in eigener Halle keinesfalls zu unterschätzen ist.

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